header
BITTE GEBEN SIE KEINE DOSENMILCH - KEIN EIGELB - KEINE KAROTTENGLÄSCHEN - KEINE BABYNAHRUNG!!!!

Feldhasenschutz

Feldhasen-Aufzucht, Unterschied Feldhase, Wildkaninchen!!

Das ist ein Feldhasenkind

Zum Andenken an Fips und ich freue mich heute, daß vielen Feldhasen durch meine Informationen geholfen werden kann. Soviele Feldhasenkinder werden erfolgreich aufgezogen, das ist unwahrscheinlich toll, ich könnte manchmal weinen vor lauter Freude über den Erfolg!! Ich bedanke mich hier nochmals für die Hilfe der vielen lieben Menschen, ohne die das nicht funktioniert hätte. Alle halten sich an die Aufzuchtregeln und deshalb gedeihen die meisten Feldhasenbabys absolut gut. Es gibt immer Ausnahmen, wo die Kleinen schon sehr krank waren, das tut mir auch sehr weh und ich möchte auch diese lieben Menschen trösten. Sie haben ihr Bestes getan und haben alles richtig gemacht. Sie können wieder helfen und dann geht sicher alles gut, das weiß ich! Viele liebe Grüße an alle, die Tiere lieben!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das ist ein Wildkaninchen

Tier des Jahres 2001: Der Feldhase
Der Lepus Europaeus kann nicht als Haustier gehalten werden. Er sollte dort belassen werden, wo er hingehört: in der Freiheit, außer er ist in Not!!!!!!!

Grundsätzliche Unterschiede zwischen Hasen und Kaninchen:

Lange Zeit galten die Hasen und ihre Verwandten als Nagetiere; noch heute findet man diese Meinung weit verbreitet. Die Ähnlichkeit zwischen Hasentieren und Nagetieren ist aber nur oberflächlich und auf gewisse Übereinstimmungen in der Lebensweise - beispielsweise der Ernährung - zurückzuführen. So sind die Schneidezähne zu zeitlebens wachsenden Nagezähnen geworden, und vor der Backenzahnreihe befindet sich eine große Lücke. Dennoch sind schon die Unterschiede im Gebiss so bedeutend, dass man die Hasentiere seit jeher als Gruppe der Doppelzähner allen "übrigen Nagern" gegenüberstellte.

Nach der Zusammensetzung der Blutflüssigkeit stehen die Hasentiere einigen Huftieren näher als den Nagetieren.

Die Vorderfüsse dienen bei den Hasen nie als Greifwerkzeuge wie bei den Nagern, werden dagegen bei Abwehr oder Angriff zum Schlagen benutzt.

Vor allem aber fehlen Bindeglieder zwischen Hasentieren und Nagetieren in der Stammesgeschichte. Fossilfunde haben gezeigt, dass sich Hasen- und Nagetiere völlig unabhängig voneinander entwickelt haben. Die ältesten fossilen Hasen- und Nagtiere zeigen nämlich bereits grundsätzliche Unterschiede im Bau des Schädels und des Gebisses, die nur durch einen von den Nagtieren völlig getrennten Ursprung erklärt werden können.

Unterschied Feldhase, Wildkaninchen

Kaninchen:

Gedrungener, muskulöser Körperbau 1 bis 2 kg Gewicht haben 44 Chromosomen leben gesellig in Kolonien zusammen graben sich einen unterirdischen Bau bringen nach 31 Tagen 4 bis 6 Junge zur Welt, die als Nesthocker nackt, blind und taub geboren werden und erst nach 10 Tagen die Augen öffnen.

Wildkaninchen
Wildkaninchen sind in Südwest-Europa beheimatet. Es sind gesellige Tiere die in Familien leben, und mehrere Familien schliessen sich zu Kolonien zusammen. Sie legen weit verzweigte Höhlensysteme an, mit mehreren Ein- und Ausgängen und Wohnkessel. Ein besonderer Bau für Nachwuchs wird mit Haaren, die sich die Mutter aus dem Bauchfell herausreisst, ausgepolstert. Im Durchschnitt bringt ein Wildkaninchen-Weibchen 4-12 Junge zur Welt.

Diese werden einmal täglich gesäugt, und danach wird die Höhle verschlossen, indem die Mutter Erde vor dem Eingang gräbt. Dies bietet Schutz! Erschreckt ein Kaninchen vor irgendwas, dann klopft es mit den Hinterbeinen auf dem Boden und warnt somit andere Kaninchen in der Umgebung, und diese verschwinden so schnell in ihre Höhlen. Kaninchen können auch über kurze Strecken schnell laufen.

Natürliche Feinde des Kaninchens: Bussard, Habicht, Fuchs, Iltis, Wiesel.

Verluste die entstehen werden durch die hohe Nachkommenzahl der Kaninchen ausgeglichen. Fehlen natürliche Feinde, so kann die Kaninchenpopulation enorm anwachsen, und so zu einer Plage werden, die u.a. Pflanzenkulturen zerstören können.

Typische Färbung des Wildkaninchens: Rücken ist grau-braun, der Bauch ist hellgrau-weiß (“wildfarbig“), die Schwanzunterseite ist weiß.

Gewicht: 1-2 Kilogramm

Kaninchen gehören nicht zu den Nagetieren, auch wenn sie ständig nachwachsende Zähne wie z.B. Meerschweinchen haben, und dem Verhalten der Nager sehr ähnlich sind. Es sind anatomische Unterschiede zwischen Kaninchen und Nagern vorhanden.

Kaninchen gehören zu den „Hasenartigen Tieren“. Man darf sie aber nicht mit Hasen verwechseln.

Feldhasen
Schlank, langbeinig, schwarze Löffelspitzen bis zu 6 kg Körpergewicht haben 48 Chromosomen sind Einzelgänger ruhen in flacher Erdmulde (Sasse)gebären nach 42 Tagen 1 bis 4 Junge, die als Nestflüchter sofort sehen und hören können und bereits ein Fell besitzen.

Feldhasen werden in der freien Wildbahn durchschnittlich 3 Jahre alt. In Gefangenschaft allerdings wesentlich älter." ... fallen nicht in eine Starre, sobald ihnen die Augen verdeckt werden. Ganz im Gegenteil, sie schlagen wild mit den Hinterläufen, um sich um der Situation zu entziehen. ... verdauen, ähnlich wie Kaninchen, nicht mit Säuren sondern ausschließlich mit Bakterienkulturen die im Magen- und Darmbereich siedeln und die Nahrung zersetzen. Erkrankt ein Hase, so dass er mit Antibiotika behandelt werden muss, wird es sehr problematisch. Da auch die Verdauungsbakterien durch die Antibiotika absterben, kann die Nahrung nicht mehr vom Hasenkörper verwertet werden. Der Hase verhungert zwangsläufig. Eine Behandlung mit Kaninchen-Antibiotika, die auf die Verdauungsbakterien abgestimmt ist, funktioniert sehr gut. ... "nehmen keine Flüssigkeit zu sich. Im Winter hat man Hasen allerdings beim Fressen von Schnee beobachtet." Hasen nehmen am Tage keine Flüssigkeit zu sich. In den Nachtstunden nehmen sie jedoch ca. 125 bis 200 ml Wasser zu sich; in der warmen Jahreszeit auch mehr.

... benötigen im Gegensatz zu Kaninchen relativ wenig Unterhaltung. Da sie Einzelgänger sind und außerhalb der Paarungszeit als "Singles" leben, lehnen sie eine Vergesellschaftung mit anderen Tieren ab. ... können so sehr unter Stress leiden, dass sie sich das Fell herausreißen. ... werden als "Nestflüchter" geboren. Sie kommen voll entwickelt, mit Fell, Zähnen und offenen Augen, zur Welt.

... sind nach der Geburt "geruchsneutral". Sie besitzen in den ersten Lebenswochen noch nicht den typischen Wildgeruch der erwachsenen Hasen. Dadurch sind sie für Fressfeinde schwer aufzuspüren. ... mütter säugen ihren Nachwuchs nur ein- bis maximal zweimal täglich um so wenig Wildgeruch wie möglich an den Jungtieren zurückzulassen. Damit die kleinen trotzdem ausreichend versorgt sind, enthält die Muttermilch ca. 27% Fett. ... stinken nicht. Selbst ausgewachsene und geschlechtsreife Tiere sind für die Menschennase nicht wahrnehmbar.

... "gebrauchen keine Laute." Allerdings hat der Hase in Gefangenschaft schon Laute benutzt, um nach Artgenossen zu rufen. Dabei hat er einen kurzen Laut, ähnlich einem Gurren, ausgestoßen und damit auch tatsächlich ab und zu einen Kollegen

angelockt. ... knurren, fauchen, kratzen und schlagen mit den Vorder- und Hinterläufen, wenn sie sich bedrängt fühlen.

... knirschen mit den Zähnen, wenn sie sich wohl fühlen und Entspannung genießen. Dann mahlen sie mit den Zähnen und erzeugen ein Geräusch ähnlich dem Schnurren einer Katze.

Ein paar Infos noch zu Feldhasen.
1. Zur Biologie der europäischen Feldhasen im Besonderen Der heute in vielen Staaten Europas vorkommende Feldhase ist ursprünglich ein solitärer Steppenbewohner, der sich an neue Lebensbedingungen angepaßt hat. Ausschließlich zur Paarung sucht er den Kontakt mit gegengeschlechtlichen Artgenossen. Bei der Aufzucht zeigen die betreuenden weibliche Tiere soziale Verhaltensweisen. Die Anpassungsstrategien umfassen aber nicht nur die veränderte Futterauswahl und den verändereten Lebensraum, sondern auch die Regulation der Individuendichte in einem Biom.

Feldhase (Lepus Europaeus)MERKMALE: · größer als das Wildkaninchen. · besonders lange Hinterbeine und Ohren, die, wenn sie nach vorn geklappt werden, die Schnauzenspitze überragen und schwarz umrandet sind. · Färbung gelblichbraun bis braungrau, Beininnenseite und Bauch weiß. · Schwanz ( Blume ) Oberseite dunkel; Unterseite weiß. · Drei Paar Zitzen KÖRPERMAßE: · Kopf-Rumpf-Länge: 40-76 cm · Höhe: bis 30 cm · Gewicht: 1-7 kg · Weibchen im Durchschnitt größer als Männchen

LEBENSWEISE: · Hauptsächlich dämmerungsaktiv · Nahrungsaufnahme frühmorgens und nachmittags / abends. · Einzelgänger oder zu mehreren in Gemeinschaftsrevieren · Aktionsraum bis zu 20 km²; gebietstreu. · Fortbewegung: schnell springend; bei Flucht hakenschlagend; guter Schwimmer; mäßiger Kletterer. · Gutes Hör- und Sehvermögen. · Scharrt oberflächliche Vertiefungen (Sassen) als Ruheplätze. · Zur Paarungszeit in größeren Ansammlungen, bei denen Männchen um Weibchen konkurrieren.

FORTPFLANZUNG: Eine Besonderheit der Hasen ist die Superfötation, d.h., daß die Häsin selbst im tragenden Zustand noch befruchtungsfähig bleibt. Also können sich im Uterus Embryonen verschiedenen Alters befinden. Die Jungtiere müssen als Nestflüchter schnell selbständig werden, was durch die Möglichkeit, daß schon nach 12 Tagen ein zweiter Wurf folgen kann, noch verschärft wird. Dies ermöglicht eine hohe Vermehrungsrate, die aber auch notwendig ist, um bestandvermindernde Faktoren wie Raubfeinde, kalte und feuchte Witterung auszugleichen. · In Europa Paarungszeit von Januar bis August. · Tragzeit 6 Wochen; Setzzeit von März bis Oktober. · 3-4 mal Würfe von je 2-4 (1-6) Junge; Superfötation. · Geburtsgewicht 90 - 130 g. · Neugeborene sehend, behaart und fast lauffähig (Nestflüchter). · Säugezeit 3 Wochen; erste feste Nahrung mit 2 Wochen. · Selbständig mit 3 -4 Wochen. · Geschlechtsreife nach 12 Monaten. · Lebenserwartung bis zu 12 Jahren.

NAHRUNG: Gräser, Kräuter, Früchte, Wurzeln, Feldfrüchte und eigenen Kot, der sehr wichtig ist, weil der wichtige Nahrungsstoffe enthölt, ohne die der Hase sterben würde. Also unbedingt Kot fressen lassen!!!!!

Ich freue mich sehr, wenn Sie sich melden. Wenn Sie ein Nottier haben, so rufen Sie bitte an, denn ich sitze nicht immer vor dem Internet! Wenn Sie ein Mail schreiben, so geben Sie bitte an, in welcher Stadt Sie sind und auch Ihre Telefonnummer! Wenn Sie sich aber dann doch zutrauen, "Ihr" Feldhasenbaby selbst aufzuziehen, so helfe ich Ihnen gerne auch per Telefon. Das muß man im Einzelfall sehen, wie es dem kleinen Hasen geht!