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Inora Life – Fragen und Antworten


Wie ist inora LIFE in Deutschland vertreten?
inora LIFE ist ein international tätiges Lebensversicherungsunternehmen mit Sitz in Dublin (Irland). Wir sind ein Unternehmen der Société Générale- Gruppe und damit eingebunden in einen der großen europäischen Finanzdienstleistungskonzerne.Unser Geschäft in Deutschland betreiben wir über unsere Niederlassung in Frankfurt/Main - die inora LIFE Ltd. Direktion Deutschland. Damit wollen wir die Nähe zu unseren Kunden sicherstellen und einen optimalen Service bieten. Selbstverständlich haben wir alle Produkte, die wir in Deutschland anbieten, speziell für diesen Markt entwickelt. Und es gilt natürlich deutsches Versicherungsrecht.

Fragen zu INORA WORLD INVEST 300 PLUS

Ist vor dem Abschluss von inora world invest 300 eine Gesundheitsprüfung notwendig?
Nein, es ist keine Gesundheitsprüfung erforderlich.

Bei inora world invest 300 plus beträgt das Fondsguthaben bei Ablauf des ersten Garantiefonds im "Fall A" das Dreifache meines Einmalbeitrages - welcher Rendite entspricht das?
Dies entspricht einer Verzinsung von etwa 9% p.a.

Wenn die Verdreifachung nicht eintritt, ist das Fondsguthaben im Fall B bei Ablauf des ersten Garantiefonds mindestens so hoch wie der Einmalbeitrag und es besteht zusätzlich eine Partizipation an den Kursgewinnen der Aktien. Kann dieser Betrag auch mehr als das Dreifache meines Beitrages sein?
Wenn dieser Fall eintritt, lässt sich die Auszahlung natürlich nicht prognostizieren. Es ist aber durchaus möglich, dass Sie in diesem Fall B eine höhere Leistung bei Ablauf des Garantiefonds als im Fall A erhalten, etwa wenn zwar eine der Aktien unter 60% ihres Anfangswertes fällt, der Durchschnitt aus allen Aktienkursen aber zum Ablauf des Garantiefonds sehr hoch ist.

Wie unterscheidet sich inora world invest 300 plus von britischen und deutschen Lebensversicherungen?
inora world invest 300 plus unterscheidet sich ganz wesentlich von anderen britischen und deutschen Lebensversicherungen. Denn inora world invest 300 plus kann auch dann eine hohe Ablaufleistung erbringen, wenn sich die Kurse der Aktien nur mäßig entwickeln (z.B. in Zeiten einer Seitwärtsbewegung oder eines geringfügigen Rückgangs). Nur wenn der Fall eintritt, dass mindestens eine der Blue-Chip-Aktien in den letzten fünf Jahren der Vertragslaufzeit unter 60% ihres Anfangswertes fällt, hängt das Fondsguthaben bei Ablauf des ersten Garantiefonds von der Kursentwicklung der Aktien ab. Im anderen Fall beträgt es stets das Dreifache Ihrer gezahlten Beiträge, unabhängig vom Kurs der Aktien. Nach Ablauf des ersten Garantiefonds planen wir das Angebot weiterer Garantiefonds als passendes Anschlussinvestment.

Wie sicher sind die Garantien im Rahmen von inora world invest 300 plus?
inora LIFE investiert Ihre Beiträge zunächst in einen Garantiefonds. Dieser wird von der Société Générale gemanagt. Für alle zugesagten Leistungen (insbesondere die Kapitalgarantie) dieses Garantiefonds steht mit der Société Générale eine der bekanntesten europäischen Investmentbanken gerade - ein Global Player im Finanzsektor mit über 80.000 Mitarbeitern in über 75 Ländern der Erde. Ratings von Moody's (Aa3) oder Standard & Poor (AA-) stehen für die finanzielle Stärke unseres Investmentpartners. Wenn Sie sich nach Ablauf des ersten Garantiefonds entscheiden, ihr Geld in einen neuen Garantiefonds zu investieren, wird voraussichtlich auch für diesen die Société Générale als Manager zur Verfügung stehen.

Warum kann ich inora world invest 300 plus nur innerhalb bestimmter Zeiträume abschließen?
inora world invest 300 plus beinhaltet besondere Leistungs-Chancen (Verdreifachung) und Garantien (Kapitalgarantie zum Ablauf des ersten Garantiefonds). Diese Leistungs-Zusagen kann die Société Générale natürlich nicht nur versprechen, sondern muss sie absichern, indem sie am Kapitalmarkt geeignete Finanzinstrumente kauft. Um dabei optimale Konditionen für unsere Kunden zu erzielen, müssen die Beitragszahlungen gebündelt werden, wir nennen das "Tranchen". Je nach Entwicklung der Kapitalmärkte kann sich der Preis für den Einkauf der Garantien auch verändern, sodass wir heute noch nicht wissen, welche Leistungen wir beispielsweise Kunden anbieten können, die in 6 Monaten einen Vertrag mit uns abschließen.
Wir werden aber immer versuchen, vergleichbare oder attraktive neue Produkte anzubieten, wenn eine der Tranchen ausverkauft ist. Damit bieten wir stets interessante Anlagemöglichkeiten an - auch wenn Sie einmal eine Tranche "verpassen" sollten.

Können sich die Konditionen auch während der Laufzeit einer Tranche ändern?
Die Konditionen, die wir für eine bestimmte Tranche nennen, sind selbstverständlich für alle Kunden dieser Tranche für die gesamte Laufzeit des ersten Garantiefonds garantiert.

Fragen zu INORA WORLD INVEST 300

Ist vor dem Abschluss von inora world invest 300 eine Gesundheitsprüfung notwendig?
Nein, da wir in den ersten Vertragsjahren einen reduzierten Todesfallschutz anbieten, ist keine Gesundheitsprüfung erforderlich.

Kann ich inora world invest 300 auch gegen Zahlung eines Einmalbeitrages abschließen?
Damit die Auszahlung einer Lebensversicherung steuerfrei ist, müssen derzeit mindestens 5 Jahre lang Beiträge bezahlt werden und die Versicherungsdauer muss mindestens 12 Jahre betragen. Wir haben inora world invest 300 gerade so gestaltet, dass diese Anforderungen erfüllt werden und Sie zum frühest möglichen Zeitpunkt Ihre Ablaufleistung erhalten.

Sie können Ihre Beiträge aber auch in einer Summe an uns bezahlen. Wir legen diese Summe dann für Sie auf einem so genannten "Beitragsdepot" an, vom dem wir die fünf Jahresbeiträge abbuchen. Die aktuellen Konditionen hierzu teilen wir Ihnen auf Anfrage gerne mit.

Bei inora world invest 300 erhalte ich im "Fall A" das Dreifache meiner Beiträge als Ablaufleistung - welcher Rendite entspricht das?
Dies entspricht einer Verzinsung von etwa 11,48% p.a. auf Ihre Beiträge, die Sie zu Beginn der ersten 5 Vertragsjahre zahlen.

Wenn die Verdreifachung nicht eintritt, erhalte ich bei inora world invest 300 im Fall B die Rückzahlung meiner Beiträge und zusätzlich eine Partizipation an den Kursgewinnen der Aktien. Kann dieser Betrag auch mehr als das Dreifache meiner Beiträge sein?
Wenn dieser Fall eintritt, lässt sich die Auszahlung natürlich nicht prognostizieren. Es ist aber durchaus möglich, dass Sie in diesem Fall B eine höhere Auszahlung als im Fall A erhalten, etwa wenn zwar eine der Aktien unter 60% ihres Anfangswertes fällt, der Durchschnitt aus allen Aktienkursen aber zum Ablauf Ihrer Versicherungsdauer sehr hoch ist.

Wie unterscheidet sich inora world invest 300 von britischen und deutschen Lebensversicherungen?
inora world invest 300 unterscheidet sich ganz wesentlich von anderen britischen und deutschen Lebensversicherungen. Denn inora world invest 300 kann auch dann eine hohe Ablaufleistung erbringen, wenn sich die Kurse der Aktien nur mäßig entwickeln (z.B. in Zeiten einer Seitwärtsbewegung oder eines geringfügigen Rückgangs). Nur wenn der Fall eintritt, dass mindestens eine der Blue-Chip-Aktien in den letzten fünf Jahren der Vertragslaufzeit unter 60% ihres Anfangswertes fällt, hängt Ihre Ablaufleistung von der Kursentwicklung der Aktien ab. Im anderen Fall erhalten Sie stets das Dreifache Ihrer gezahlten Beiträge, unabhängig vom Kurs der Aktien.

Wie sicher sind die Garantien im Rahmen von inora world invest 300?
inora LIFE investiert Ihre Beiträge in Garantiefonds. Diese werden von der Société Générale gemanagt. Für alle zugesagten Leistungen (insbesondere die Kapitalgarantie) dieses Garantiefonds steht mit der Société Générale eine der bekanntesten europäischen Investmentbanken gerade - ein Global Player im Finanzsektor mit über 80.000 Mitarbeitern in über 75 Ländern der Erde. Ratings von Moody's (Aa3) oder Standard & Poor (AA-) stehen für die finanzielle Stärke unseres Investmentpartners.

Warum kann ich inora world invest 300 nur innerhalb bestimmter Zeiträume abschließen?
inora world invest 300 beinhaltet besondere Leistungs-Chancen (Verdreifachung) und Garantien (Kapitalgarantie). Diese Leistungs-Zusagen kann die Société Générale natürlich nicht nur versprechen, sondern muss sie absichern, indem sie am Kapitalmarkt geeignete Finanzinstrumente kauft. Um dabei optimale Konditionen für unsere Kunden zu erzielen, müssen die Beitragszahlungen gebündelt werden, wir nennen das "Tranchen". Je nach Entwicklung der Kapitalmärkte kann sich der Preis für den Einkauf der Garantien auch verändern, sodass wir heute noch nicht wissen, welche Leistungen wir beispielsweise Kunden anbieten können, die in 6 Monaten einen Vertrag mit uns abschließen.

Wir werden aber immer versuchen, vergleichbare oder attraktive neue Produkte anzubieten, wenn eine der Tranchen ausverkauft ist. Damit bieten wir stets interessante Anlagemöglichkeiten an - auch wenn Sie einmal eine Tranche "verpassen" sollten.

Können sich die Konditionen auch während der Laufzeit einer Tranche ändern?
Die Konditionen, die wir für eine bestimmte Tranche nennen, sind selbstverständlich für alle Kunden dieser Tranche für die gesamten 12 Jahre garantiert.

Fragen zu INORA SAFE ALTERNATIVE

Was versteht man unter dem Begriff "Alternative Investments"?
Unter "Alternative Investments" versteht man verschiedene Anlageformen, die nur eine geringe Korrelation (Abhängigkeit) mit den traditionellen Aktien- und Anleihemärkten aufweisen. Sie können sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten profitieren oder hängen gar nicht mit diesen zusammen. Sie verbessern das Risiko-/Ertragsverhältnis eines Portfolios und ergänzen damit traditionelle Anlageformen ideal.

In welche Märkte investieren Hedge-Fonds?
Hedge-Fonds handeln hauptsächlich an den internationalen Interbankdevisen- und Terminmärkten sowie den weltweiten Kapitalmärkten. Im wesentlichen werden folgende Produkte gehandelt:

  • Aktien- und Aktienindizes
  • Währungen (Devisen)
  • Futures (auf Indizes, Rohstoffe, Anleihen usw.)
  • Anleihen

Hedge Fonds gelten oft als risikoreiche Anlageform. Stimmt das?
Wie viele andere Anlageformen auch ist das Investment in Hedge Fonds nicht ohne Risiko. Im Allgemeinen sind diese im Vergleich zu traditionellen Fonds volatiler. Auch fehlt es oft an ausreichender Transparenz, da die Fondsmanager sich nicht in die Karten schauen lassen, und an Liquidität, denn Hedge Fonds sind zumeist nicht täglich handelbar . Hedge-Fondsmanager verwenden zudem Strategien und Investmentinstrumente, die anderen Fondsmanagern nicht zur Verfügung stehen.
Da Hedge Fonds Manager unabhängiger von den allgemeinen Marktgegebenheiten sind (niedrige Korrelation), ist es ihnen möglich, auch in fallenden Märkten Renditen zu generieren. Bestimmte Formen von Arbitrage erlauben es zudem, Marktineffizienzen zu nutzen und relativ risikolose Gewinne zu realisieren. Deshalb werden Hedge Fonds immer öfter als ergänzende Portfoliobeimischung empfohlen.
Zusammenbrüche von Hedge Fonds, die es in der Vergangenheit gegeben hat, sind bisher Ausnahmen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass ein Investment in einen einzelnen Hedge Fonds risikoreicher ist als eines in einen traditionellen Fonds. Durch einen Hedge Fonds-Korb (oder Dachfonds) kann das Risiko gemindert werden.

Was sind Managed Accounts?
Managed Accounts sind (Wertpapier-) Depots, die von einer unabhängigen Stelle eröffnet werden und auf denen der Hedge-Fondsmanager seine Strategien abbildet. Dieses Depot beinhaltet also wie ein Wertpapierdepot die erworbenen Vermögensgegenstände. Da Hedge-Fondsmanager in der Regel weltweit agieren, werden diese "Managed Accounts" bei Banken gehalten, die ihren Kunden auch das weltweite Spektrum der Anlageinstrumente bieten. Man spricht von so genannten "Prime Brokern".
Im Fall der inora Safe Alternative Lebensversicherung werden diese Managed Accounts von Lyxor Asset Management eröffnet und gehalten. Dazu spricht Lyxor mit den Hedge-Fondsmanagern die Anlageregeln ab. Diese sollen dem bisherigen Anlageverhalten des Hedge-Fondsmanagers entsprechen und ihn nicht einschränken. Daraufhin bildet der Hedge-Fondsmanager seine Strategie also im Managed Account ab, auf welches er Zugriff hat (er verwaltet das Depotvermögen treuhänderisch).
Lyxor kann als Inhaber des Managed Accounts jederzeit sehen, welche Strategie der Manager verfolgt, wie hoch der Wert der Positionen ist und Lyxor kann einschreiten, wenn der Hedge-Fondsmanager sich nicht an die vereinbarten Regeln hält.
Dadurch werden die vorher genannten Kritikpunkte einer Hedge-Fondsanlage stark relativiert. Managed Accounts ermöglichen Risikokontrolle (Sicht auf das Depot, im Extremfall Eingriffsmöglichkeiten) und Liquidität (es kann jederzeit ein Wert des Managed Accounts ermittelt werden, also kann jederzeit zu einem fairen Kurs ein- und ausgezahlt werden).

Welche Vorteile bietet inora LIFE seinen Kunden?
Mit inora LIFE können viele Risiken, die ein Hedge-Fonds mit sich bringt, minimiert werden.

  • Transparenz: Durch das innovative System der sogenannten "Managed Accounts", die es erlauben, die einzelnen Investments der Manager jederzeit nachzuvollziehen und zu kontrollieren.
  • Sicherheit: Die fondsgebundene Lebensversicherung von inora bietet eine 100%ig Kapitalgarantie(Garantiegeber: Société Générale).
  • Expertise: Mit Lyxor Asset Management, IVC und der Société Générale hat inora LIFE starke Partner, die in ihrem jeweiligen Bereich auf langjährige Erfahrung zurückblicken können.

Was versteht man unter "Hebelwirkung" (Leverage)?
Da einige Hedge-Fonds-Strategien (vor allem Arbitrage Strategien) nur sehr geringe Renditen abwerfen (aber dafür verhältnismässig risikolos), leihen sich die Manager Geld, um mehr in die Strategie zu investieren und eine höhere Rendite zu erzielen. Dies birgt aber das Risiko, dass die Strategie eventuell weniger Rendite erwirtschaftet, als allein zur Rückzahlung des Kredites nötig ist. Dann können hohe Verluste entstehen.

Was bedeutet "Volatilität"?
"Volatilität" ist ein Maß für die Schwankungsfreudigkeit des Kurses eines Finanzinstrumentes. Die Volatilität drückt das zugrunde liegende Risiko eines Finanzinstrumentes aus.

Was steckt hinter dem Begriff "Korrelation"?
"Korrelation" drückt den Zusammenhang zwischen bzw. die Abhängigkeit zweier Variablen (beispielsweise Märkte oder Indizes) voneinander aus. Sie wird anhand des so genannten Korrelationskoeffizienten berechnet. Der Wert liegt zwischen "-1" und "+1" (oder -100% und +100%), wobei "-1" für die absolute entgegengesetzte Abhängigkeit und "+1" für die absolute lineare Abhängigkeit steht. Bei einem Wert von "0" gibt es keinen statistischen Zusammenhang.

Was versteht man unter "Managed Futures" oder "Futures"?
Der Begriff "Futures" bezeichnet einen Terminkontrakt (Futures-Kontrakt). Ein Terminkontrakt ist eine standardisierte Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf einer festgesetzten Menge eines Finanzinstrumentes (Finanzterminkontrakt) oder einer Ware (Warenterminkontrakt) zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Der Preis wird an einer Terminbörse bestimmt.
Unter "Managed Futures" versteht man eine professionelle, vielfach globale und systematische Handelsstrategie unter Nutzung von Terminkontrakten sowohl mit Short- als auch mit Long-Positionen. "Managed Futures" ist eine von mehreren Anlagestrategien, die den "Alternative Investments" zugeordnet werden.

Was ist der Vorteil, in mehrere Hedgefonds investiert zu sein (Dachfonds)?
Da ein einzelner Hedgefonds sehr volatil sein kann, und nicht jede Strategie immer ein passendes Marktumfeld vorfindet (z.B. setzen bestimmte Strategien auf Firmenübernahmen, und die sind insbesondere in schwachen Konjunkturphasen selten), ist es sinnvol, wie bei jeder Anlage, zu streuen bzw. zu diversifizieren. Dadurch können "Dachfonds" gebildet werden, die sehr wenig schwanken und verhältnismäßig risikolos sind.

Erklärungen zu Hedge-Fonds

Hedge-Fonds (englisch: to hedge = sich absichern, rückdecken) werden unter dem Begriff "Alternative Investments" zusammengefasst, da der Erfolg ihrer Anlagestrategien im Gegensatz zu traditionellen Anlagestrategien nicht von steigenden Aktienmärkten abhängig ist. Sie haben anders als klassische Aktienanlagen nur ein Ziel, nämlich in jeder Börsenlage Gewinne zu erzielen. Hedge-Fonds unterliegen keiner rechtlichen Einschränkung, wie dies z.B. bei klassischen Investmentfonds der Fall ist, wodurch der Einsatz aller vorhandenen Finanzinstrumente möglich ist. Dementsprechend sind sie häufig in Offshore Ländern zu finden wie z.B. Bahamas, Channel Islands, Schweiz etc. (niedrige Steuern und wenig Regulierung).
Die Hedge-Fonds-Industrie hat während der 90er Jahre ihr starkes Wachstum begonnen. Das verwaltete Volumen hat sich verfünfzigfacht, und die Anzahl der Fonds sowie die Art der Investmentstrategien haben sich vervielfältigt. Dieser Trend wird nach Meinung vieler Experten auch in Zukunft anhalten.
Heute gibt es weltweit rund 6.000 Hedge-Fonds, die ein Volumen von etwas mehr als 650 Milliarden Euro verwalten. Hedge-Fonds-Strategien sind vielschichtig, und es gibt keine allgemein anerkannte Definition. Einzelne Manager haben oft ihre eigenen Definitionen der Strategien, die sie anwenden, und die benutzte Terminologie kann variieren. Nichtsdestotrotz kann der Bereich in drei große Strategietypen unterteilt werden:

'Bi-directional' oder 'Trading'-Strategien -
Der Manager investiert in verschiedene Märkte, wobei er auf steigende und fallende Kurse setzt (z.B. auf einen steigenden Index und auf eine fallende Anleihe). Investmententscheidungen werden entweder auf globale, ökonomische Analysen (Global Macro), Markttrends (Trend-Following) oder technisch, historische Analysen (Pattern Recognition) gestützt. Als Instrumente werden für gewöhnlich Futurekontrakte auf Aktienindizes, Zinsen, Währungen und Rohstoffe benutzt. Die Manager wählen entweder einen systematischen Ansatz (wobei ein Computersystem Preistrends analysiert und Kauf/Verkaufs-Signale generiert) oder einen diskretionären Ansatz (z.B. basierend auf ihren eigenen Analysen).

'Long/Short' oder 'Equity-Hedge'-Strategien -
Short: Der Fondsmanager geht short, wenn er Aktien verkauft, die er selbst nicht besitzt . Er tut dies in der Annahme, dass der Aktienpreis fallen wird und er den Titel somit zu einem späteren Zeitpunkt billiger kaufen kann. Aus der Differenz zwischen dem hohen Verkaufspreis und dem später hoffentlich niedrigeren Rückkaufpreis ergibt sich der Gewinn.
Long: Ein Fondmanager geht "long", wenn er ein Wertpapier kauft.

Long/Shortstrategien: Dies sind Börsenhandelsstrategien, bei denen auf eine relativ bessere Kursentwicklung einer Aktie im Vergleich zu einer anderen gesetzt wird.
Beispiel: Ein Manager erwartet für die Aktie A eine überdurchschnittliche und für die Aktie B eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Er leiht sich daher für ein halbes Jahr für EUR 1 Mio. B-Aktien, verkauft diese sofort an der Börse zu einem Euro und erhält den Gegenwert von EUR 1 Mio. Diesen Betrag investiert er in A-Aktien. Er ist nun für EUR 1 Mio. A-Aktien long (er hat sie im Besitz) und für EUR 1 Mio. B-Aktien short (er schuldet diese und muss sie innerhalb der Leihfrist irgendwann wieder an der Börse erwerben um sie zurückzugeben). Es ergeben sich verschiedene Aktienentwicklungen, wobei nur die relative Kursentwicklung der Long- und Shortposition entscheidend ist: Es können beide Positionen steigen oder fallen. Wichtig ist, dass die Longposition mehr steigt oder weniger fällt, um einen Gewinn zu realisieren.

Es gibt zwei große Vorteile dieser Vorgehensweise. Erstens kann das Portfolio von fundamental schwachen Werten profitieren, und zweitens sichert die Short-Komponente das Portfolio vollständig oder teilweise gegen fallende Aktienmärkte ab (denn dann steigt der Wert der Shortposition).

'Arbitrage'-Strategien -
Arbitragestrategien nutzen Marktineffizienzen (Preisdifferenzen) aus. Manager setzen hierbei zwei Unterstrategien ein:
1. Non-Directional Strategy
Diese ist die am häufigsten verwendete Strategie. Sie legt sich nicht auf die zukünftige Richtung der Märkte fest.

  • Das Nutzen von Preisdifferenzen: Ein Manager kauft eine Aktie am Börsenplatz A für EUR 10. Diese kann an der Börse B zu einem Preis von EUR 11 verkauft werden. Damit wird ein risikoloser Gewinn von EUR 1 realisiert.
  • Das Nutzen von Fusionen und Akquisitionen: Das Unternehmen A bietet für das Unternehmen B EUR 30 pro Anteilschein. An der Börse kostet das Unternehmen B jedoch nur EUR 29. Der Manager kauft heute für EUR 29 und erhält am Tag, an dem die Akquisition wirksam wird, EUR 30 - ein garantierter Gewinn. Das einzige Risiko besteht darin, dass die Akquisition doch nicht stattfindet (Aktionäre verweigern Angebot, wettbewerbsrechtliche Gründe) und der Kurs der Aktie B daraufhin nachgibt.
  • Ähnliche Strategien sind auf Wandelanleihen, Volatilitäten oder Zinsen anwendbar.

2. Directional Strategy
Bei dieser Strategie werden Annahmen über die Richtung der Kursentwicklung getroffen. Hierbei kauft oder verkauft der Manager (z.B.) Aktien, wenn er ein besonderes Ereignis erwartet; das eine direkte Wirkung auf den Aktienkurs hat (Event-driven). Dazu gehören z.B. Kapitalmaßnahmen, Ergebnisveröffentlichungen, Produktankündigungen usw.

Die folgenden Hedge-Fondstrategien sind Spezialfälle und bauen zum größten Teil auf den drei vorher beschriebenen Strategien auf

Convertible Arbitrage
Hierbei spezialisieren sich die Fonds auf die Angleichung von Preisen bei Wandelanleihen. Wandelanleihen bestehen implizit aus einem Zins- und einem Aktienteil. Eine Arbitragemöglichkeit kann darin bestehen, eine unterbewertete Wandelanleihe zu kaufen und die umgekehrte Position in den Einzelteilen einzugehen (Aktie- und Zinsteil). Typischerweise wird eine Kaufposition in der Anleihe und eine Verkaufsposition bei der Aktie eingegangen. Somit wird das Aktienrisiko ausgeschlossen und die Preisdifferenz der Wandelanleihe im Vergleich zur Summe der Einzelkomponenten kann (spätestens) bei Fälligkeit eingestrichen werden.

Dedicated Short Bias
Diese Netto-Verkauf-Strategien versuchen, von überbewerteten Aktien oder Aktienmärkten über Leerverkäufe (Verkäufe geliehener Aktien mit dem Ziel, diese günstiger zurückzukaufen) zu profitieren. Auch wenn Kaufpositionen als Gegengewicht eingegangen werden, bleibt das Portfolio netto auf fallende Kurse ausgerichtet.
Equity Market Neutral
Im Rahmen einer Long-/Shortstrategie wird hier explizit ein marktneutrales Portfolio gehalten. Das Marktrisiko zum Aktienmarkt soll gleich null sein.
Fixed Income Arbitrage
Die Zins-Arbitrage-Strategie konzentriert sich auf Preisanomalien zwischen unterschiedlichen, festverzinslichen Wertpapieren (z.B. Anleihen unterschiedlicher Laufzeit oder unterschiedlicher Bonität), um stetige Erträge bei geringer Volatilität zu erzielen. Der eingesetzte Leverage (Hebel) über Kredite ist hoch.

Global Macro
Diese Strategie ist darauf ausgerichtet, globale Markttrends an den Finanzmärkten auszunutzen. Dabei werden Kassa- und Terminpositionen eingegangen. Die Marktanalyse erfolgt auf Grund persönlicher Entscheidung des Managements und über computergestützte Handelssysteme.

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Mehr Informationen
Bei Interesse informieren wir Sie natürlich noch ausführlicher und individueller, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

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